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Reaktion 5. Juli 2026 · 4 Min.

Saibari-Verletzung überschattet Marokkos WM-Achtelfinal-Einzug

Saibari-Verletzung überschattet Marokkos WM-Achtelfinal-Einzug

Es war ein Abend mit zwei Gesichtern für den FC Bayern. Während Marokko sich beim WM-Achtelfinale mit einem 3:0-Sieg gegen Co-Gastgeber Kanada klar durchsetzte, überschattete eine Verletzung von Ismael Saibari die Partie aus Münchner Sicht erheblich. Der Offensivspieler, der gerade erst seinen Vertrag beim Rekordmeister unterzeichnet hat, musste das Spiel verletzt verlassen – die genaue Diagnose blieb zunächst offen.

Laut Süddeutscher Zeitung verletzte sich Saibari im Verlauf der Partie, die Marokko nach einer schwachen ersten Halbzeit drehte. Kanada war über weite Strecken des ersten Durchgangs das bessere Team, ehe der Favorit aufwachte und das Spiel mit drei Toren klar für sich entschied. Saibaris Verletzung fiel in diesen Kontext – für Bayern kommt sie zur Unzeit.

Noch bitterer: Auch Alphonso Davies erlebte den Abend als Zuschauer. Der Kanadier saß laut Sport1 über 90 Minuten auf der Bank, nachdem er am Spieltag mit Problemen in der Oberschenkelmuskulatur zu kämpfen hatte. Nationaltrainer Jesse Marsch bestätigte die Beschwerden nach der Partie. Kanadas WM ist damit beendet – und Davies reist mit einem Fragezeichen hinter seiner körperlichen Verfassung nach München zurück.

Für den FC Bayern verdichten sich damit die Sorgen vor dem Saisonstart. Mit Saibari verpflichteten die Münchner zuletzt einen vielseitigen Offensivspieler, der im Mittelfeld wie auf den Außenbahnen eingesetzt werden kann. Ob er zu Saisonbeginn zur Verfügung steht, ist nach dem WM-Zwischenfall offen. Auch Davies' Fitness wird Vincent Kompany in den kommenden Wochen beschäftigen – der Linksverteidiger ist in Marokko nach dem Achtelfinal-Aus seines Landes jedenfalls ohne Einsatzminuten aus dem Turnier ausgeschieden.

Der Spiegel fasste das Duell Marokko gegen Kanada pointiert zusammen: Der große Verlierer des Spiels sei der FC Bayern gewesen. Diese Einschätzung lässt sich angesichts der Personalsorgen rund um zwei Kaderplayer kaum von der Hand weisen.