Tahs Tor aberkannt: VAR-Entscheidung empört Experten
Das WM-Aus Deutschlands gegen Paraguay hinterlässt nicht nur sportliche Fragen. Eine VAR-Entscheidung in der Verlängerung sorgt für besonders viel Diskussionsstoff: Laut Bavarian Football Works glaubten die deutschen Spieler bereits, durch einen Kopfball von Bayern-Innenverteidiger Jonathan Tah mit 2:1 in Führung gegangen zu sein. Die Spieler hatten sich bereits zum Anstoß aufgestellt, als der VAR eingriff und den Treffer zurücknahm. Der Schiedsrichter folgte der Video-Empfehlung und ließ das Tor nicht gelten.
Laut dem Bericht von Bavarian Football Works riefen die Annullierung und die Art, wie sie zustande kam, scharfe Reaktionen von Fachleuten und Kommentatoren hervor. Kritisiert wurde vor allem, dass der VAR zu einem so späten Zeitpunkt der Überprüfung eingriff – nachdem das Spiel bereits weiterlaufen sollte. Konkrete Angaben zur genauen Abseits- oder Foulszene, auf die der VAR sich stützte, macht die Quelle nicht.
Für Jonathan Tah persönlich war es ein bitterer Moment. Der Bayern-Innenverteidiger, der in der laufenden Saison beim FCB eine tragende Rolle in der Abwehr übernommen hat, sah seinen vermeintlichen Führungstreffer für die DFB-Elf gestrichen. Deutschland schied anschließend im Elfmeterschießen aus dem Turnier aus.
Das Aus im Sechzehntelfinale gegen Paraguay ist für den deutschen Fußball ein weiterer Rückschlag auf großer Bühne. Sport1 ordnete auf Bluesky ein, dass das Ergebnis einen neuen Tiefpunkt in Deutschlands jüngerer WM-Geschichte darstelle. Bayern-Kapitän Joshua Kimmich, dessen Name in diesem Zusammenhang bereits ausführlich in anderen Berichten besprochen wurde, übernahm laut Bavarian Football Works öffentlich Verantwortung für das Scheitern und verwies auf die Spieler als Hauptverantwortliche.
Die VAR-Debatte dürfte den Turnierverlauf über das deutsche Ausscheiden hinaus begleiten. Ob die Entscheidung regelkonform war oder nicht, werden die zuständigen FIFA-Gremien zu bewerten haben. Für Tah und die übrigen Bayern-Profis im DFB-Kader endet die WM 2026 damit früher als erhofft.
