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Taktik-Analyse 1. August 2026 · 4 Min.

Olise auf der Zehn? Miasanrot analysiert Bayerns Optionen

Olise auf der Zehn? Miasanrot analysiert Bayerns Optionen

Michael Olise hat bei der Weltmeisterschaft für Frankreich nicht auf seiner gewohnten Position gespielt, sondern deutlich zentraler – als klassische Zehn. Diese Rolle ließ ihn aufblühen, und seitdem fragt sich die Bayern-Gemeinde: Könnte Trainer Vincent Kompany diesen Ansatz auf Klubebene übernehmen?

Miasanrot hat die Frage in einer ausführlichen Analyse aufgegriffen und dabei beide Seiten beleuchtet. Auf der Haben-Seite steht Olises Fähigkeit, zwischen den Linien Räume zu finden, Pässe in die Tiefe zu spielen und aus dem Zentrum heraus Abschlüsse zu suchen. Sein Passspiel und seine Übersicht hätten sich im WM-Turnier deutlich gezeigt.

Auf der anderen Seite sprechen gewichtige Argumente dagegen. Als Zehner würde Olise aus seiner gefährlichsten Zone herausgerückt: dem Halbraum auf dem rechten Flügel, von dem aus er Verteidiger mit seinem starken linken Fuß vor echte Probleme stellt. Beim FCB ist die Zehnerposition ohnehin besetzt – Jamal Musiala gilt dort als gesetzt, und seine Stärken auf dieser Position sind unbestritten.

Laut Miasanrot spricht deshalb mehr dafür, Olise auf dem Flügel zu belassen. Ein Doppeleinsatz beider Spieler im Zentrum wäre taktisch schwierig zu lösen, ohne die Struktur der Mannschaft zu beschädigen. Realistischer sei es, Olise weiterhin als rechten Außenstürmer zu nutzen, ihm aber situativ mehr Freiheiten ins Zentrum zu geben – so wie Kompany das in Teilen bereits praktiziert hat.

Für die Saison 2025/26 dürfte die Grundordnung damit feststehen: Musiala auf der Zehn, Olise und Luis Díaz auf den Außenbahnen, Harry Kane als Neuner. Die WM-Diskussion zeigt allerdings, wie flexibel Kompany seinen Kader einsetzen kann, wenn er es für nötig hält.