Gedränge auf der Zehn: Kompany vor schwierigen Entscheidungen
Der FC Bayern hat im Sommer mit Ismael Saibari einen weiteren Spieler für die Zehner-Position geholt. Das schafft Qualität im Kader, aber auch ein Problem: Laut kicker stehen dem Trainer Vincent Kompany auf dieser Position nun mehrere Bewerber zur Verfügung, zwischen denen er sich entscheiden muss.
Drei dieser Kandidaten befinden sich derzeit noch im Aufbautraining. Serge Gnabry, Jamal Musiala und Lennart Karl arbeiten laut kicker nach ihren jeweiligen körperlichen Rückschlägen an der Rückkehr in den Mannschaftsbetrieb. Musiala etwa hatte sich einer Operation unterziehen müssen und steht dem Klub noch nicht zur Verfügung, soll aber zeitnah ins Training einsteigen, wie der kicker separat berichtet. Wie lange die drei Spieler noch fehlen, macht die Planungsaufgabe für Kompany nicht einfacher.
Dabei ist die Positionsfrage alles andere als trivial. Musiala gilt als gesetzter Stammspieler, wenn er fit ist. Gnabry bringt Erfahrung mit und hat seinen Vertrag beim Rekordmeister. Lennart Karl ist ein junges Talent aus dem eigenen Nachwuchsbereich, das in der vergangenen Saison erste Einsatzzeiten sammelte. Saibari wiederum wurde als Neuzugang konkret für diese Rolle geholt und trägt die Rückennummer 34.
Das Gedränge auf der Zehn ist damit kein rein sportliches Problem, sondern auch eine Frage der Kaderplanung. Vier ernsthafte Kandidaten für eine Position bedeuten, dass mindestens zwei von ihnen regelmäßig wenig Spielzeit bekommen werden. In einer Saison mit Bundesliga, DFB-Pokal und Champions League lässt sich Rotation zwar begründen, aber Kompany wird klarmachen müssen, wer seine erste Wahl ist.
Die Vorbereitung beginnt gerade erst, und der kicker macht deutlich, dass die Entscheidung des Trainers nicht angenehm sein wird. Drei Spieler im Aufbautraining bedeuten außerdem, dass Kompany in den ersten Testpartien möglicherweise noch kein vollständiges Bild bekommt. Wie er die Hierarchie auf der Zehn bis zum Pflichtspielstart ordnet, dürfte eines der zentralen Themen der kommenden Wochen sein.
