Olise weint nach WM-Aus: Drei vergebene Chancen gegen England
Das WM-Halbfinale zwischen Frankreich und England endete 4:6 – und Michael Olise mittendrin als einer der tragischen Hauptfiguren. Laut dem französischen Sportblatt L'Equipe, zitiert von Bavarian Football Works, war der Bayern-Profi nach dem Abpfiff in der Kabine in Tränen aufgelöst. Drei klare Torchancen hatte Olise während der Partie, keine nutzte er.
Dabei war sein Abend keineswegs ohne Wert. Zwei Vorlagen gelangen ihm, er war aktiv ins Kombinationsspiel eingebunden und gehörte zu den auffälligeren französischen Akteuren. Doch die eigenen Abschlüsse – und damit die Möglichkeit, das Spiel möglicherweise zu drehen – blieben folgenlos. Frankreich schied aus, der Traum vom WM-Titel ist vorbei.
Für Olise persönlich war dieses Turnier eine intensive Bewährungsprobe auf der größten Bühne des Fußballs. Der 22-Jährige hatte sich in seiner ersten vollen Saison beim FC Bayern unter Trainer Vincent Kompany als einer der wichtigsten Offensivspieler etabliert und seine Nominierung für den französischen WM-Kader damit eindrucksvoll untermauert. Das Halbfinal-Aus gegen England trifft ihn entsprechend hart.
Die Reaktion nach dem Spiel – Tränen, Fassungslosigkeit – sagt einiges über den Anspruch aus, den Olise an sich selbst stellt. Wer bei vergebenen Chancen so reagiert, wird beim FC Bayern in der kommenden Saison mit dem gleichen Hunger in die Vorbereitung gehen. Trainer Kompany hatte zuletzt öffentlich betont, wie sehr ihn Olises Detailversessenheit im Training beeindruckt – diese Mentalität zeigt sich nun auch in der bitteren WM-Enttäuschung.
Frankreich trifft im Spiel um Platz drei auf den nächsten Gegner, doch für Olise dürfte der Fokus bereits auf dem Sommer und dem Re-Start mit Bayern liegen. Die Saison 2026/27 beginnt bald, und ein hungriger Olise ist für den Rekordmeister kaum die schlechteste Ausgangslage.
