Klopp wird Bundestrainer: DFB einigt sich nach vier Stunden
Es war ein langes Treffen mit einem klaren Ergebnis: Der DFB und Jürgen Klopp haben sich auf eine Zusammenarbeit als Bundestrainer geeinigt. Laut Bild, zitiert von Bavarian Football Works, dauerte das persönliche Gespräch vier Stunden. Sky-Deutschland-Journalist Florian Plettenberg bestätigt: Es gibt eine grundsätzliche Einigung.
An dem Treffen nahmen DFB-Präsident Bernd Neuendorf, Vizepräsident Hans-Joachim Watzke sowie Klopp und sein Agent Marc teil. Dass die Beteiligten auf ein persönliches Treffen bestanden, begründeten die DFB-Vertreter laut dem Bericht mit der Tragweite der Entscheidung. Ein Videoformat war offenbar keine Option.
Für den FC Bayern ist die Personalie nicht ohne Belang. Mit Harry Kane, Joshua Kimmich, Manuel Neuer, Leon Goretzka und weiteren Stammkräften stellt der Rekordmeister traditionell einen Großteil des DFB-Kaders. Wie Klopp diesen Bayern-Block einplant und welche Rolle er ihm zuweist, wird eine der zentralen Fragen seiner Amtszeit sein. Die Münchner hatten bei der WM 2026 mit dem deutschen Ausscheiden in der Runde der 32 Frustration erlebt – die Leistungen des Bayern-Blocks wurden dabei von Teilen der Fachpresse kritisch bewertet.
Klopp, zuletzt Trainer des FC Liverpool, hatte seine Karriere nach dem Abschied von den Reds im Sommer 2024 zunächst pausiert. Nun kehrt er auf die große Bühne zurück – diesmal mit dem Bundesadler. Die genauen Vertragsbedingungen sowie die Besetzung seines Trainerstabes sind laut den vorliegenden Berichten noch nicht abschließend geklärt.
Für den deutschen Fußball kommt die Einigung zu einem Zeitpunkt, an dem die Nationalmannschaft nach dem WM-Aus nach einem neuen Impuls sucht. Ob Klopp diesen liefern kann, wird sich spätestens in der ersten Qualifikationsphase zeigen.
