Olise erklärt: Die Zehn ist seine Lieblingsposition
Michael Olise ist stark in die Weltmeisterschaft gestartet. Beim Auftaktspiel der französischen Nationalmannschaft legte er zwei Tore auf und gehörte zu den auffälligsten Akteuren. Der kicker berichtet nun über ein seltenes Interview, in dem der Bayern-Profi über seine bevorzugte Position auf dem Platz gesprochen hat.
Olise erklärte darin, dass sich die Position hinter der Spitze – die klassische Zehn – für ihn am natürlichsten anfühle. Auf dem Flügel spielt er beim FC Bayern unter Vincent Kompany häufig, doch seine eigene Einschätzung weicht davon ab. Ein Widerspruch, der taktisch durchaus von Bedeutung ist: Gerade in einem offensiven System wie dem der Münchner ist die Frage, wo Olise seinen besten Fußball zeigt, keine rein akademische.
Die Aussage kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Olise bei der WM viel Aufmerksamkeit auf sich zieht. Berichte über angebliches Interesse von Real Madrid und Manchester City kursierten zuletzt in den Medien – Real Madrid wies diese Spekulationen laut kicker offiziell zurück und erklärte, sie entsprächen nicht der Realität. Auch Florentino Perez hatte mit öffentlichen Aussagen für Unruhe gesorgt, bevor der Klub dementierte.
Bei Bayern läuft Olise in der Regel auf dem rechten Flügel, gelegentlich auch links. Die Zehn ist im aktuellen Kader der Münchner keine fest besetzte Position – Jamal Musiala rückt oft in solche Räume. Ob Kompany perspektivisch über eine veränderte Rolle für Olise nachdenkt, geht aus dem Interview nicht hervor. Olise selbst äußerte sich nur zu seinem persönlichen Wohlgefühl auf der Position, nicht zu konkreten Plänen.
Dass er bei Frankreich im zentralen Bereich agieren und dort zwei Torvorlagen liefern kann, dürfte die Diskussion über seinen besten Einsatzort beim FCB weiter befeuern – auch wenn endgültige Schlüsse aus einem WM-Gruppenspiel verfrüht wären.
