Alba Berlin entreißt FC Bayern den Basketball-Titel
Es war eine der spektakulärsten Aufholjagden der jüngeren BBL-Geschichte. Der FC Bayern Basketball führte im entscheidenden fünften Finalspiel zur Halbzeit mit 20 Punkten – und verlor die Partie am Ende mit 81:84. Alba Berlin ist damit zum zwölften Mal Deutscher Meister, berichtet der kicker.
Der Rückstand schien zur Pause komfortabel genug, um den dritten Meistertitel in Folge sicherzustellen. Doch die Berliner drehten das Spiel im zweiten Durchgang komplett. Was in der Halbzeitpause in der Münchner Kabine besprochen wurde, änderte am Ergebnis nichts mehr. Alba ließ sich die Chance auf die Sensation nicht nehmen.
Für den FC Bayern endet die Saison damit ohne Titel. Das Aus trifft den Klub umso schwerer, weil es zugleich das letzte Spiel von Trainer Svetislav Pesic war. Der Serbe, der den FCB in den vergangenen Jahren mehrfach zur Meisterschaft geführt hatte, verabschiedet sich ohne einen letzten Triumph. Laut kicker bleiben trotz hoher finanzieller Investitionen am Ende keine Trophäen übrig – ein Ergebnis, das die Münchner Verantwortlichen aufarbeiten müssen.
Auch die Süddeutsche Zeitung ordnet die Niederlage als schmerzhaft ein: Bayern habe eine klare Führung aus der Hand gegeben und damit eine reale Chance auf den Threepeat verspielt. Für Alba hingegen war es die erste Meisterschaft seit 2022.
Der Ausgang der Serie wirft Fragen auf, wie es beim FC Bayern Basketball weitergeht – sowohl auf der Trainerposition nach Pesics Abschied als auch in der Kaderplanung für die kommende Saison. Die Niederlage im Spiel 5, nach einer so deutlichen Führung zur Halbzeit, lässt sich sportlich kaum erklären und dürfte intern noch längere Zeit beschäftigen.
